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Three Floyds Brewing und der WarPigs Brewpub

Laute Musik, lange Bärte, wilde Haare, tättowierte Oberarme und Bäuche. Ganz schön Rock ’n‘ Roll. Aber irgendwie passt das laute, böse und wilde ja auch zu Craft Beer. Und kaum eine andere Brauerei bedient dieses Bild besser, als Three Floyds Brewing aus Munster, Indiana, in den USA.

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Bei den Jungs stimmt nicht nur das Optische, sondern auch die Einstellung. Seit 1996 brauen Papa Mike und seine Söhne Nick und Simon Floyd abgefahrene und teuflisch gute Biere, die sie in einem Brewpup in ihrer Heimatstadt ausschenken. Einige davon nur dort.

Generell sind die Biere von Three Floyds auf der ganzen Bier-Welt heiß begehrt. Denn die Distributions-Grenzen sind eng gehalten. Nur selten findet offiziell ein Bier der drei den Weg über den großen Teich nach Europa. Und wenn doch, dann landet es meistens in Kopenhagen. So wie letztes Jahr auf der Copenhagen Beer Celebration von Mikkeller. Und anscheinend hat es zwischen den Machern der begehrten Bier-Künstler gefunkt. Denn in ein paar Monaten soll eine gemeinsame Brauerei unter dem Namen «WarPigs» im hippen Meat-Packing-District von Kopenhagen eröffnen. Ein krasser Schritt, der natürlich an den Weg der Brooklyn Brewery (Stockholm) oder Stone Brewing (Berlin) erinnert, aber doch wieder etwas ganz anderes zu sein scheint. Denn wahrscheinlich wird es ein eigenständiger Brewpub sein (10 Hektoliter). Mit neuen (BrewPub-exklusiven) Bieren und amerikanischem (fleischigem) Essen. Und es steckt kein zweistelliger Millionen-Betrag in den Brusttaschen der Macher (so scheint es zumindest). Alles wirkt irgendwie bodenständiger und ehrlicher – rocknrolliger. Aber genau das mögen wir an Mikkeller und Co. Und der Begehrlichkeit der Biere wird das Vorhaben sowieso keinen Abbruch tun. Spätestens zur 2015er-Edition der CBC werden sich die Bier-Jünger aus aller Welt vor den Türen des neuen WarPigs-Brewpub in Kopenhagen treffen. Hops Hysteria ist schon sehr euphorisch und wird berichten.

 

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Neben Kollaborationen mit Mikkeller haben die drei Floyds schon mit Firestone Walker, Sierra Nevada, De Molen aus den Niederlanden und etlichen weiteren Größen der Bier-Szene gearbeitet. Es ist großartig zu sehen, dass sich die unabhängigen und fanatischen (fantastischen) Bier-Freaks zusammentun, um die Revolution weiter voranzutreiben. Und dieses mal liegt das Epi-Zentrum wieder in Kopenhagen.

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Mir soll es recht sein, denn von Hamburg aus ist man schneller in Kopenhagen, als in München, wo es übrigens das einzige Three Floyds in Deutschland gibt – genauer: im Tap House.
Aber wenn jemand mal irgendwann seine schwitzigen Hände an ein Zombie DustDreadnaught, Alpha King oder Gumballhead bekommt, sollte er am besten dabei sehr laute Musik hören (Black Sabbath?) und beim Trinken seinen Gefühlen freien Lauf lassen.

 

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