Beiträge

HOPSHYSTERIA LABEL

Das sind sie nun, die Label der ersten beiden heimgebrauten Biere. Etwas provoziere sollen sie ja auch. Annegret kann das gut. Dieser Illustrations-Stil wird nun auf alle zukünftigen Biere angewandt.

«Awesome Annegret» ist übrigens offiziell fertig gereift. Wenn man das so sagen kann. Und es sieht gut aus und schmeckt sogar. Ich bin zufrieden!
Beim Einschenken sprudelt es absolut ausreichend und eine weiße leicht beige Schaumkrone entsteht. Diese ist etwas grobporig und auch zu schnell wieder aufgelöst. Leider. Der Eingang ist angenehm fruchtig und süßlich-sauer, aber sehr leicht – vielleicht etwas zu leicht. Beim Abgang schmeckt man dann allerdings die Kraft des Malzes. Toll karamellig und brotig.

 

CANIS MAJOR

Die heutige Koch-Waffe der Wahl: «Double Dog» der Flying Dog Brewery. Feinstes Imperial Pale Ale (also ein stärker alkoholisiertes Pale Ale). Da muss man beim Kräuter-Hacken etwas mehr aufpassen …

Musikalische Begleitung dazu: «…to the Beat of a Dead Horse» von Touché Amoré. Wird wohl etwas hektischer, das Kochen.

 

ABGEFÜLLT

31 Flaschen mit feinstem Pale Ale sind jetzt abgefüllt und befinden sich in der Nachgärung. Endvergärungsgrad war dann doch 2,1%. Hätte ich nicht gedacht. Somit liegt der Alkoholgehalt bei 4,7% vol. Ich bin zufrieden.

Nur die Trübung finde ich alles andere als schön. Vermutlich ist das Anschwänzen zu heiß gewesen. Dabei könnten nicht verzuckerte Stärkeanteile des Malz’ mit ausgewaschen worden sein. Also nächstes mal besser aufpassen. Aber mit der Kaltreifung wird die Trübung sicherlich noch ein wenig verschwinden.

 

RITUALE MIT EVIL TWIN BREWING UND TO ØL

Feines Bier und gute Musik gehören für mich zum Kochen inzwischen einfach dazu. Heute stand das Sønderho Hipster Ale (Barrel-aged Pale Ale) von Evil Twin Brewing neben Topf und Pfanne auf der Arbeitsplatte. Leider habe ich das Bier schon mehrere Monate in Lagerung, und anscheinend war es zu lange bzw. falsch gelagert (zuviel Licht und zu warme Bedingungen). Totale Säure! Zum Glück habe ich die Weißweinfass-Lagerung herausgerochen & -geschmeckt. Aber das konnte die Enttäuschung nicht verhindern. Schade. Das darf nicht wieder passieren, da das Bier eigentlich ein Schatz ist.

Zum Glück ist die Musik nicht schlecht. Floral Green von Title Fight.

Als Bier-Entschädigung gab es dann übrigens das Reparationsbajer von To Øl. Es perfektes Pale Ale. Schön fruchtig, tolle Harmonie.

 

BREWDAY

Heute war Brautag. Im Rückblick nicht gerade erfolgreich, aber es hat dennoch wie immer Spaß gemacht. Der «Pale Palle» war an der Reihe. Ein Pale Ale nach Sierra Nevada-Vorbild, allerdings etwas stärker gehopft und mit einer kleinen zusätzlichen Menge Pilsner Malz.

Das Problem war allerdings, dass nach dem Abläutern die Stammwürze viel zu hoch war (17,4° Plato). Also habe ich etwas reguliert, aber das wohl zu übertrieben. Knappe 2 Liter Wasser auf 27 Liter Würze scheint die Stammwürze dann doch extrem nach unten zu treiben. Jedenfalls waren es auf einmal nur noch ca. 8° Plato. Mit einigen Re-Regulierungen und nach der Hopfenkochen steht die Stammwürze jetzt immerhin bei 11,2° Plato. Immer noch zu wenig, aber ok. Aus Fehlern lernt man …

Momentan kühlt die Würze ab. Eventuell wird heute Abend noch die Hefe angestellt. Ansonsten morgen früh. Dann fehlt eigentlich nur noch ein zweiter kleiner Kühlschrank für die Kaltreifung. Meiner ist noch mit der Annegret vollgepackt (vielleicht eh mal ganz gut, um die ganzen guten Biere zu lagern).

Dazu gab es übrigens als Unterstützung ein Hoppin’ Frog – Hoppin’ to Heaven IPA.

HEIDENPETERS BERLIN

Seit Ende 2012 hat der ehemalige Künstler Johannes Heindepeter eine neue Bestimmung. In der Markthalle Neun in Neukölln braut er nämlich in einem kleinen Raum im Keller der ehemaligen Eisenbahn-Rangier-Halle Bier für die Berliner Genießer. Oben, in der Halle, in der regionale und besondere Erzeugnisse verkauft und verköstigt werden, hat Johannes einen kleinen, selbstgebauten Taproom, in dem drei Biersorten parallel ausgeschenkt werden.

Ein Bier-Stil ist meistens auf 500 Liter beschränkt, dann kommt was neues. Dank der Heimbrauer-Vergangenheit wird sehr viel experimentiert, was natürlich auch bedeutet, dass jenseits des Reinheitsgebots gebraut wird (z.B. mit Koriandersamen oder Orangenschalen). Auf dem Foto ist das Pale Ale zu sehen.

Eine besondere Empfehlung für jeden Berlin-Besucher.

 

http://www.heidenpeters.de/
Berlin, Deutschland
Braumeister: Johannes Heidenpeter