Reinheitsverbot in der Whiskey Bar Hamburg

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Irgendwo in St. Pauli. Da, wo es noch schön ist. Da, wo gröhlende Touristen und Astra-Bier relativ weit weg sind. In einer kleinen gemütlichen Kellerbar unter einem Restaurant. Dort gibt es sie, die Hoffnung. Eine Hoffnung auf größere und unabhängige Bier-Vielfalt in der Hamburger Bar-Szene.

Erin und Ben sind beide Englisch-Lehrer in Hamburg. Erin ist aus Oregon, der Bier-Hochburg in den USA und quasi mit Bier aufgewachsen. Ben ist Engländer, aus London und hat vor seinem Umzug nach Deutschland schon das ein oder andere Fass Bier aus Bars und Brauereien gerollt. Die beiden verbindet nicht nur die Liebe zueinander, sondern auch die Liebe zum Bier.

Doch eine Bier-Liebe in Hamburg auszuleben war schwierig. Ist immer noch ein wenig schwierig. Immerhin hat Ben vor einiger Zeit ein Bier entdeckt, dass ihm Hoffnung gegeben hat. Der PROTOTYP der Kreativbrauerei Kehrwieder. Ben sagt, es sei das erste Bier in Deutschland, das ihn überzeugt hat, dass hier sehr wohl innovative und kreative Biere hergestellt werden können. Glücklicherweise gibt es das PROTOTYP jetzt auch in einigen kleinen Bars und Restaurants, die Wert auf Qualität und Vielfalt legen. Doch das machen immer noch zu wenige. Erin und Ben legen sehr viel Wert auf Qualität und Vielfalt und finden es sehr Schade, dass eine Bier-Vielfalt, die weltweit derzeit sicherlich so hoch ist wie nie, vom deutschen Bier-Fan (noch) weitest gehend ignoriert wird.

Also beschließt das Paar, selber ein paar Euro in die Hand zu nehmen und an einem Abend im Monat (letzter Donnerstag) in der kleinen (fast geheimen) «Whiskey Bar» im Keller des Restaurant «Brachmanns Galeron» besonderes Bier vorzustellen und zu verkaufen. Es gibt am Abend nur wenige Flaschen der vier bis sechs unterschiedlichen Stile – konzentriert auf zwei oder drei Brauereien. Das PROTOTYP gibts natürlich immer. Erin und Ben nennen sich «Reinheitsverbot», weil das ReinheitsGEbot die geliebte Bier-Vilelfalt einschränkt. Zu jeder Brauerei und häufig auch zu jedem Stil oder Bier wissen die beiden eine Geschichte zu erzählen. Das gehört zu dem Genuss-Erlebnis dazu. Und sie machen es auf eine wahnsinnig unkomplizierte, natürliche und sympathische Art. Generell ist hier alles unkompliziert und sehr entspannt. Wer kommen will, soll kommen. Nebenbei läuft etwas Jazz – man darf auch Whiskey trinken. Davon gibt es in der «Whiskey Bar» genug. Alles sehr sympathisch.

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Erin und Ben organisieren alles selber. Sie planen den Abend, das Konzept, kaufen das Bier und schenken es selber aus. Das ist Leidenschaft und Liebe zum Bier und muss dringend unterstützt werden. Dann weiß man es zu schätzen, wie schön und bereichernd es ist, eine (Bier-) Vielfalt angeboten zu bekommen – vor allem wenn das Umfeld so sympathisch und entspannt ist. Bei mir ist der letzte Donnerstag im Montag ab nun immer für das Reinheitsverbot reserviert. Vielen Dank, Erin und Ben.

Weitere Infos zu den monatlichen Abenden von Erin und Ben findet ihr hier: reinheitsverbot.tumblr.com

 

Gestern wurden folgende Biere angeboten:
Flying Dog – Classic Pale Ale
Flying Dog – Raging Bitch – Belgian Style IPA
Emelisse– Double IPA
Emelisse – Triple IPA
Emelisse – Black IPA

Reinheitsverbot – jeden letzten Donnerstag im Monat
Whiskey Bar im Brachmanns Galeron
Hein-Hoyer-Straße 60, St. Pauli, Hamburg

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