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Vor einigen Monaten habe ich bereits einen kurzen Beitrag zu Johannes Heidenpeter und dessen tolle Biere geschrieben (Link). Seitdem hat sich sehr viel auf dem deutschen Craft Beer Markt getan. Craft Beer wird immer relevanter und hat bereits in diversen regionalen und überregionalen Medien ausführliche Berichterstattungen bekommen.

Auch die kleine Ein-Mann-Brauerei Heidenpeters in Berlin wurde mehrfach erwähnt. Deswegen kann und möchte ich gar nicht mehr so viele Worte über Johannes’ Stand in der Markthalle Neun in Berlin Kreuzberg erzählen. Denn jeder, der sich für Bier und Craft Beer im speziellen interessiert, wird schon über den Namen gestolpert sein. Für alle, die Heidenpeters noch nie gehört haben kann ich nur ans Herz legen, ihn zu besuchen und ein paar Biere in der atmosphärischen Umgebung der Markthalle zu probieren. Es ist ein Erlebnis. Als «Bier-Beilage» sollte man sich ein wenig Pulled Pork von den Nachbarn «Big Stuff Smoked BBQ», oder einen Räucherfisch von «Glut & Späne», oder einfach nur ein hervorragendes Brot vom Brotbäcker «Sironi» besorgen. Passt alles perfekt. Und alles ist ähnlich kreativ, wie die Biere von Johannes. Ich denke, ich lehne mich nicht weit aus dem Fenster, indem ich behaupte, dass Heidenpeters die kreativsten und ungewöhnlichsten Biere in Deutschland braut. Keiner scheißt bei den «alkoholhaltigen Malzgetränken» so offensichtlich auf’s Reinheitsgebot. Kann man sich am kleinen, wundervoll hergerihteten Stand in der Ecke der Markthalle nicht für ein Bier enstscheiden, so steht Johannes mit seiner sehr sympathischen und authentischen Art immer mit einer Empfehlung oder einer Geschichte über das jeweilige Bier zur Seite.

Seit kurzem wird ein Teil der Beer-Range auch direkt in Flaschen abgefüllt und in der Markthalle verkauft. Leider bin ich zu selten in Berlin, um die ständig wechselnde Bandbreite mitzubekommen. Um so mehr hat es mich gefreut, dass ich vor kurzem Post von meinem lieben Bierblogger-Kollegen Felix von Lieblingsbier und der Berlin Beer Academy erhalten habe. Zwei dicke Flaschen Heidenpeters fanden den Weg aus Berlin nach Hamburg. Das «Buck Wheat Juniper Ale» und das «Big Stuff Smoked Porter». Beide Biere sind nicht nur geschmacklich wundervoll, sondern auch wundervoll kreativ. Während das Juniper Ale – wie der Name schon sagt – mit Buchweizen und Wacholderbeeren gebraut wurde und sich mit seiner leichten Säure und den deutlichen Fruchtnoten der Wacholderbeere um die Zunge legt, benutzte Johannes für das Smoked Porter Malz, das eigens im Grillofen der Nachbarn von Bis Stuff Smoked BBQ geräuchert wurde. Ein Kollab-Bier der besonderen Art, das wie vermutet leichte Rauchnoten im tiefen schwarzen Körper verbirgt. Nicht zu dominant, sondern perfekt mit der leichten Süße des Porters ausbalanciert.

Wirklich jeder, der weiter über den IPA- und Pale Ale-Tellerrand schauen möchte, sollte in Berlin in der Markthalle Neun vorbeischauen und genüsslich einige Zeit mit den Bier-Kreationen von Heidenpters verbringen. Es öffnet einem den Horizont und macht einfach Lust auf mehr …

Einfach auf den Mikrobrauer-Banner klicken und sehen, wo genau die Johannes braut.

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