Summer in the City. Sommer-Braufest in Hamburg.

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Im Hamburger Schanzenviertel pocht seit Jahren das Szene-Herz in den Brüsten der Hipster, Macker, Touristen und Gestalten. Eine bunte kreative Mischung, die sich auch gerne mal im Krawall und Remmi-Demmi übergibt.

Das Kreative passt also perfekt ins Bild des Stadtteils. Warum nicht also auch gutes Bier?Das dachten sich auch die Betreiber vom Galopper des Jahres (Bericht) und des Brausturm Bierverlags und planten ein kleines Bierfestival. Mitten drin – im Herzen der Szene. Direkt neben Treff- und Brennpunkt «Rote Flora». Denn nebenan steht der Galopper des Jahres im 73 mit seinem kleinen gemütlichen Hinterhof.

In diesem Hinterhof standen am vergangenen Samstag bei perfektem Sonnenschein nicht weniger als 200 Gäste mit ihren Gläsern und haben nicht nur das Wetter, sondern besonders die Atmosphäre und das tolle Bier der neun Bierstände genossen. Der Fokus lag auf kleinen, unabhängigen Brauereien. Kehrwieder Kreativbrauerei, Buddelship, Mashsee, Rollberg und Ricklinger waren mit den Brauern persönlich vertreten. Mikkeller, Omnipollo, Thornbridge und BrewDog wurden mit Bier vom Fass vom Brausturm vertreten. Und zu guter letzt waren die in Planung befindliche Brauerei Brewcifer und einige Hobbybrauer aus Hamburg mit einem Stand vor Ort.

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Die Hobbybrauer hatten dabei sicherlich das größte Reportoire am Start. Neben Pale Ales und IPAs mit sämtlichen Hopfen-Variationen gab es aber auch ein Ale, das mit Himbeeren vergoren wurde. Das ist das tolle am Homebrewing. Man kann immer experimentieren und sich weiter entwickeln. Und die Hamburger Jungs sind da sehr enthusiastisch.

Ricklinger und Rollberg waren mit eher klassischen deutschen Bierstilen wie Helles, Pilsner und Bock vertreten. Und die junge Mashsee Brauerei aus Hannover hatte ihr bisher einziges, aber sehr süffiges und fruchtiges Trainingslager im Gepäck. Simon von der ebenso jungen Buddelship Brauerei aus Hamburg zapfte sein «Great Escape» IPA und das supertolle Saison «Brügge». Die Lokalpatrioten Olli und Fiete von der Kehrwieder Kreativbrauerei überzeugten mit ihrem neuesten Vertreter der SHIPA-Serie, dem Polaris. Das erfrischende Eisbonbon-Gefühl beim Trinken war perfekt abgestimmt auf den sonnigen Tag. Aber auch der – man kann ihn vielleicht schon so nennen Klassiker – PROTOTYP war natürlich mit dabei – auch in der 1-Jahr-Jubiläums-Edition, als Baltic Porter. Die Mitveranstalter vom Brausturm, Max und Ronald, zapften an ihren Ständen BrewDog Punk IPA und Dead Pony Club Pale Ale, Mikkeller Tiger Baby, Omnipollo Mazarin und am Ende sogar noch das frische Jaipur IPA der englischen Thornbridge Brewery.

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Viele überrascht hat an dem Tag Jochen von Brewcifer. Der Brauteufel hatte ein Single Hop Pale Ale mit dem erdbeerigen deutschen Hopfen Hüll Melon, das Hops & Needles, ein mit getrockneten Fichtenspitzen eingebrautes Ale und das Rhubarb Wire. Letzteres haben Jochen und ich gemeinsam vor einigen Wochen gebraut. Es ist ein Saison, das mit Rhabarber und etwas Basilikum gebraut wurde. Die Leichte Säure des Rhabarbers ist deutlich schmeckbar und passt einfach unglaublich gut zu einem schönen Sommerabend. Bei 6% Alkohol ist es allerdings auch nicht zu unterschätzen.

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Der Bringer des Tages war jedoch das «Hops & Needles». Das Tannen-Bier, wie es auch liebevoll von vielen genannt wurde, kam so gut an, dass es am Ende des Tages von den Gästen zum «Besten Bier» ausgezeichnet wurde. Als wäre das nicht schon Ehre genug, gab es aber auch den Titel «Beste Brauerei» oben drauf. Wahnsinn! Jetzt heißt es für Jochen ranklotzen. Denn eine eigene offizielle Brauerei gibt es noch gar nicht, wird aber nun wohl immer wahrscheinlicher. Denn das Gewinner-Bier soll im Galopper des Jahres aus dem Zapfhahn fließen. Also Jochen, fang schonmal an Tannenspitzen zu sammeln (aber da hilft vielleicht auch Sonnenkiefer). In jedem Fall  ganz herzliche Glückwünsche für die Auszeichnung. Wer Jochen kennt, weiß, dass es von nun an mit großen Schritten vorwärts geht!

Schritte voran wird bestimmt auch dieses kleine gemütliche, aber feine Bierfestival machen. Denn gerne würden wir alle wiederkommen, um in angenehm entspannter und freundlicher Atmsophäre mit Freunden, Gleichgesinntenn und Neugierigen – denn auch die gibt es im Schanzenviertel – ein frisches und besonderes Bier zu trinken. Oder mehr.

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