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CRAFT BEER DAY HAMBURG 2013

Über 30°C und die Sonne strahlt mit den Bier-Nerds um die Wette. Bestes Wetter also, um in kurzer Hose und sonnenmilchgeschützt hinaus zu wandern und ein kühles frisches Craft Beer zu genießen.

Tja, so waren die Voraussetzungen noch vor einigen Wochen. Aber da war auch noch Sommer. Und die letzten Craft Beer Days waren in Berlin. Aber dieses mal sind wir in Hamburg. Da ist das Wetter immer beschissen … so sagt man. Aber ein Hamburger weiß natürlich gegenteiliges zu berichten. Nur leider nicht vom vergangenden Wochenende. Am Samstag war Craft Beer Day. Es es war Schmuddelwetter. Aber einen norddeutschen Bierfreund hält das nicht davon ab, zu der Veranstaltung in den Schanzenhöfen zu kommen, um tolle Biere von den insgesamt 13 Brauereien zu probieren. Und – Überraschung – alles war überdacht. Das Schietwetter wurde einfach ausgesperrt.

Der 2. Craft Beer Day in der Hansestadt ist nun die insgesamt vierte Veranstaltung vom Craft Beer Store, Ratsherrn und dem Biergasthof/-restaurant «Altes Mädchen», die dem deutschen Feinkost- und Bier-Interessenten die Welt des Craft Beers in gemeinschaftlicher, entspannter Atmosphäre präsentiert. War beim 1. Craft Beer Day vor einem Jahr sowohl die Brauerei-Teilnehmer-Anzahl, als auch die Craft Beer-Medienpräsenz noch deutlich geringer, so kann man heutzutage sagen, dass das Thema Craft Beer so langsam Fuß fasst und beim Konsumenten sehr gut ankommt. Der Veranstalter-Kreis rund um die Ratsherrn-Nordmann-Gruppe tut einiges, damit dieses Interesse weiter steigt. Man kann als Bierfreund froh sein, dass sich die Jungs im Bereich Craft Beer so engagieren und neue/weitere Veranstaltungen planen und den Zugang zum Craft Beer aus aller Welt in Deutschland versuchen zu vereinfachen.

So also auch beim diesjährigen Craft Beer Day. Insgesamt waren 13 Brauereien eingeladen, die sehr bunt durchmischt waren. Nicht nur Craft Beer von jungen Kreativbrauereien waren zu finden, sondern auch eher klassische deutsche Bierstile wie Märzen, Helles und Pilsner von traditionellen, alten deutschen Brauereien. Natürlich sind diese Biere auch handwerklich hergestellt und qualitativ hervorragend, aber mein Fokus lag, wie es sich für einen Craft Beer Day gehört, auf den Bierstilen, die für die Craft Beer-Bewegung stehen. Also ran an die IPAs, Pale Ales, Stouts, Porter und andere moderne Kreationen.

Ein IPA hatte dann auch fast jede anwesende Brauerei zu bieten. Allerdings in verschiedenen Varianten. Von reinen Fruchtbomben (Kreativbrauerei Kehrwieder, Brewers & Union) im amerikanischen Stile, über krasse Bittergranaten (CREW Republic) bis hin zu milderen und malzigeren IPAs (Hops & Barley, Aarhus Bryghus), waren sämtliche Varianten vertreten. Dabei ist anscheinend der Cascade-Hopfen bei den Brauern sehr beliebt. Den kleinen IPA-Bruder, das Pale Ale, konnte man ebenso an vielen Ständen finden, wie auch Porter und Stouts. Bei letzteren gabe es auch einige Varianten, wie zum Beispiel das «Imperial Stout» von Riegele, das sehr süß und cremig-kräftig war und dem gegenüber das «Black Oak» des Aarhus Bryghus, das eher trocken, herb und im Abgang schokoladig, rauchig war. Aber es gab auch andere Bier-Stile, wie Weihnachtsbiere oder Barley Wines zu entdecken.

Zwei besondere Kreationen möchte ich jedoch hervorheben. Zum einen hat Olli von der Kreativbrauerei Kehrwieder ein limitiertes Fresh Hopped Ale namens «Feuchter Traum» ausgeschenkt. Frisch geernteter, deutscher Cascade-Hopfen wurde für dieses Pale Ale verwendet. Die frischen, leichten Frucht- und Kräuternoten des Hopfen harmonisierten wunderbar mit dem verwendeten Malz. Das andere besondere Bier war das «Edition Barrique» von der Kraft Brauerei aus Trier. Ein IPA, das doppelt in alten Eichenfässern – zunächst in Weinfässern und anschließend in Whiskey-Fässern – gereift ist. Sowohl die leichte Säure der Weinfässer, das holzige der Eiche, als auch die Vanille-Noten aus den Whiskey-Fässern konnte man wunderbar herausschmecken, wobei sich die unterschiedlichen Aromen sehr gut ergänzten. Lecker!

Lecker fanden die Biere anscheinend auch sehr viele Besucher. Die beiden Räume, in denen die Brauereien ihre Stände hatten, waren teilweise proppevoll. So war es gut, dass der Innenhof der Schanzenhöfe den zahlreichen Gästen frische Luft und genügend Sitzplätze anbot – sofern es mal nicht regnete. Es war toll zu sehen, dass so viele Leute den Weg zum Craft Beer Day gefunden haben und Craft Beer inzwischen so gut ankommt. Die absolut lockere Atmosphäre und sehr gute Organisation der Veranstalter rundete den Craft Beer Day 2013 ab. Bis nächstes Jahr!

 

Ergänzung: Leider streikte bereits nach wenigen Minunten meine Foto-Kamera, so dass ich keine Fotos mehr machen konnte, um die Atmosphäre einzufangen. Sorry!

 

Teilnehmender Brauereien:

Kreativbrauerei Kehrwieder

Ratsherrn

CREW Republic

Westindien Compagnie

Aarhus Bryghus

Riegele Brauerei

Brewers & Union

Hops & Barley

Privatbrauerei Am Rollberg

Dachs Bier

Kraft Bräu

Maisl & Friends

Blockbräu

und diverse Hobbybrauer

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