«Black India Pale Ale»? Hä? Das widerspricht sich doch. In der Tat. Die Benennung dieses Bier-Stils verwirrt etwas. Andere Namen wie «Cascadian Ale», «India Black» oder «American Black Ale» werden ebenfalls verwendet. «Black IPA» ist aber am geläufigsten und trifft den Kern der Sache am besten.

Die Seele dieses Bier-Stils entspricht nämlich durchaus einem «India Pale Ale (IPA)». Stark gehopft. Viele tropische Zitrus-, Frucht- und Waldaromen schießen einem zunächst in die Nase, wenn man eine Flasche eines «Black IPA» öffnet. Der erste Unterschied ist aber offensichtlich: die Farbe. Ein schwarzes spritziges Bier steht nun vor einem. Der Schaum ist eher beige, karamell-Farben, als weiß. Beim ersten Schluck machen es sich die oben genannten Hopfen-Aromen im Mund bequem, jedoch ist noch mehr in diesem recht komplexen Bier zu schmecken. Und das ist auch der nächste große Unterschied zu einem normalen «IPA». Leichte Röstaromen, die an Schokolade und Karamell erinnern, harmonisieren (optimalerweise) mit der fruchtigen Bitterkeit des Hopfens. Eine Variante des «Black IPA» ist, wie auch beim «IPA», das «Imperial Black IPA» – mit noch mehr Bittereinheiten und höherem Alkoholgehalt (ca. 9% alc. vol. und aufwärts).

Bei dieser Geschmacksexplosion und Aromenvielfalt muss man aufpassen, dass dieser Stil, der amerikanischen Craft Beer Szene hervorgegangen ist, einem nicht eine schwarze Hopfenseele verpasst.

Ein toller Vertreter dieser Bier-Gattung ist unter anderem das Libterine Black Ale von BrewDog (Foto). Weitere Beispiele:
Beavertown Black Betty
Beer Here Dark Hops
Stone Brewing Sublimely Self Righteous Ale
Hoppin‘ Frog Hop Heathen Imperial Black Ale 

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